Die Schulleitung

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, auf die Gefahr, dass ich Sie langweile, aber auch heuer darf ich voll Stolz berichten, dass die HTL Mössingerstraße in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge (und schon zum fünften Male insgesamt) vom Jugend Innovativ Wettbewerb mit dem Prädikat der innovativsten Schule ausgezeichnet wurde. Dieser Erfolg ist aber nur die Spitze des Eisberges, so viele Auszeichnungen bei diversen Wettbewerben wie heuer konnten sich unsere Schülerinnen und Schüler schon lange nicht mehr abholen. An dieser Stelle sei nichts Weiteres verraten, die Details entnehmen Sie bitte den Artikeln im vorliegenden Jahresbericht.

Die größte Anstrengung in diesem Schuljahr war die Einrichtung des Schwerpunktes „Analytische Chemie und Digitalisierung“ in der Abteilung für „Biomedizin- und Gesundheitstechnik“. Im April 2018 trat die Chemische Industrie Kärntens, angeführt vom Spartenobmann Vorstand Bouvier von den Treibacher Chemischen Werken und Geschäftsführer Raunegger von Merck Spittal, an den damaligen Landesschulrat mit dem Wunsch nach einer höheren chemischen Ausbildung im Bundesland Kärnten heran. In der chemischen Industrie herrscht ein Mangel an entsprechend ausgebildeten Fachkräften. Nach einem gewonnenen Hearing, mit Unterstützung des Landeshauptmannes Kaiser und dem Bildungsdirektor Klinglmair begannen wir gemeinsam mit der Bildungsdirektion diesen Schwerpunkt an der HTL Mössingerstraße einzurichten. Lehrpläne mussten gemeinsam mit Vertretern der Chemischen Industrie erstellt werden, der neue Chemie-Schwerpunkt musste den potentiellen Schülerinnen und Schülern bekannt gemacht werden. Die Finanzierung wird unter anderem von einer großzügigen Förderung des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds KWF unterstützt.

Auf Grund des großen Interesses an dieser neuen Ausbildung startet im kommenden Schuljahr eine ganze Klasse in den Chemie-Zweig. Die Attraktivität des Schwerpunktes „Analytische Chemie und Digitalisierung“ war sogar so groß, dass sich auch eine komplette erste Klasse der Biomedizintechnik entschloss in den Chemiezweig zu wechseln! Damit können ein Jahr früher als geplant Absolventinnen und Absolventen den Mangel an hochqualifizierten Fachkräften mindern.

Aber auch in der Abteilung für Elektronik und Technische Informatik reagieren wir auf die Wünsche der Kärntner Wirtschaft. So werden die Schwerpunkte „Software Engineering“ und „Systems Engineering“ neu eingeführt, um den steigenden Bedarf an Fachkräften im Bereich der Informatik und Internet sowie Cybersecurity abdecken zu können.

Auch in unserer Ausbildung für Berufstätige (Abendschule) gibt es eine Neuerung: Ab dem kommenden Schuljahr bieten wir die Höhere Technische Lehranstalt für Informatik an.

Ein wichtiger Aspekt im vergangenen Jahr und insbesondere auch im neuen Jahr ist die verstärkte Kooperation mit Unternehmen. So gibt es Kooperationen mit Infineon, Kelag und anderen namhaften Firmen in Kärnten, die im kommenden Schuljahr noch weiter ausgebaut werden.