• HTL Mössingerstraße

Österreichs erste „virtuelle“ Klasse der HTL Mössingerstraße in Kärnten

Presse.Info
Österreichs erste „virtuelle“ Klasse der HTL Mössingerstraße in Kärnten


„Die HTL Mössingerstraße in Klagenfurt stellt wieder einmal ihre Innovationsfähigkeit unter Beweis
und führt eine neue „virtuelle“ Klasse ein, die in dieser Form österreichweit einzigartig ist. Die HTL
nützt dabei als eine der ersten Schulen die Chancen der Autonomie und fördert so die Schüler/innen
individuell nach ihren Stärken und Begabungen, um diese bestmöglich auf die berufliche Zukunft im
Bereich der Digitalisierung vorzubereiten. Durch Kooperation mit der Wirtschaft, vorallem mit starker
Unterstützung von Infineon, arbeiten die Schüler/innen der HTL innovativ, berufsbezogen und
praxisorientiert an Projekten und Problemlösungen“, gibt Bildungsdirektor Rudolf Altersberger bei der
heutigen Pressekonferenz gemeinsam mit Direktor Hubert Lutnik und den beiden Projektbeteiligten
und Lehrern der HTL Klagenfurt Mössingerstraße Andrea Scheinig und Burkhard Grabner bekannt.

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Dabei werden Schülerinnen und Schüler aus allen Abteilungen der Schule aus verschiedenen
Jahrgängen temporär zu einer „virtuellen Klasse“ zusammengefasst. In diesem Rahmen werden alt
bewährte Konzepte mit neuen, innovativen pädagogischen Ansätzen kombiniert.

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Ziele und Unterrichtsmethoden

Die Schüler/innen können ihre Stärken und Begabungen optimal einsetzen und ihr Wissen mit
projektbezogenen, praktischen und erforschenden Unterrichtsmethoden im Team zielorientiert
einsetzen und somit wieder selbst neue Erkenntnisse gewinnen. Diesbezüglich ist die „virtuelle“ Klasse
ein Paradebeispiel für Individualisierung und personalisiertes Lernen, denn jede/r Schüler/in lernt,
forscht und arbeitet auf jener Lernstufe, in der er/sie sich gerade befindet. Im jahrgangs- und
abteilungsübergreifenden Unterricht lernen die Jüngeren von den Älteren und umgekehrt. Des
Weiteren wird auch das vernetzte Denken zwischen den Abteilungen gefördert. Durch die individuellen
Stärken und Begabungen, die jeder Jugendliche einbringt, wächst bei allen die Motivation am Lernen
und Forschen und der Selbstwert der Jugendlichen wird mit jedem Erfolgsschritt größer, was wiederum
als Ansporn gilt.

Ein weiterer positiver Aspekt der „virtuellen“ Klasse ist die Einbindung von verschiedenen innovativen
Unternehmen in den Unterricht, etwa durch Problemstellungen aus der Praxis, externe
Lehrbeauftragte, dislozierten Unterricht direkt in den Unternehmen und Praktikumsplätze. Eines
dieser Unternehmen, Infineon Austria, ist auf dem Gebiet der Digitalisierung ein erfolgreiches,
innovatives Unternehmen, das durch die Zusammenarbeit in der „virtuellen“ Klasse dazu beiträgt, dass
die Schüler/innen der HTL Mössingerstraße optimal auf die zukünftige Berufswelt vorbereitet werden.
„Wir wollen seitens Infineon aktiv und frühzeitig für Technik begeistern und breite Bewusstseinsarbeit
für modernste Bildungskonzepte leisten“, erklärt Christiana Zenkl, Personalleiterin der Infineon
Technologies Austria AG. „Die virtuelle Klasse bietet den Schüler/innen der HTL Mössingerstraße in
Klagenfurt ein höheres Maß an Autonomie und fördert dadurch die Eigenverantwortung sowie die
digitale Kompetenz. Beste Lernbedingungen für die besten Talente der Zukunft!“

Die Fachthemen der „virtuellen“ Klasse sind die Industrie 4.0 Technologien, wie Digitalisierung,
Automatisierung, Robotik, Internet of Things (Everything), etc. Durch die regionale
Standortpartnerschaft Schule - Industrie werden beide Stärken zusammengeführt: Einerseits wird das
Potenzial der Schüler/innen geweckt, andererseits wird das Potenzial der Industrie 4.0 hereingeholt.
Dennoch ist die „virtuelle“ Klasse keine Form des „Fernstudiums“, denn die Schüler/innen arbeiten
gemeinsam im Team vor Ort in der Schule bzw. disloziert in Unternehmen an Lösungen. Dadurch
werden die sozialen und persönlichen Kompetenzen sowie die Teamfähigkeit geschärft. In den sehr
diversitären Gruppen ergeben sich unterschiedliche Rollen für die Schüler/innen, wie „Senior
Engineer“, „Junior Engineer“ oder „Specialist“ – so wie es auch berufspraktisch in den Unternehmen
ist. Die Jugendlichen arbeiten aber sehr wohl mit Lernsoftware und digitalen Medien, die im Unterricht
gezielt und bewusst eingesetzt werden. Die offene Unterrichtsstruktur und das personalisierte Lernen
führen zu einer Lernumgebung, in der Freiräume für Innovationen und die Entfaltung von individuellen
Talenten geschaffen werden.

Praktische Umsetzung - Erfahrungsbereiche

Die HTL Mössingerstraße hat mit erforschendem Lernen, offenem Unterricht, Tutor/innen-System und
praktischen Lösungsansätzen bereits jahrelange Erfahrung in verschiedensten Projekten, wie z. B. der
Kooperationsklasse mit dem BG/BRG Mössingerstraße, dem Kindergarten-Projekt, Projekten mit den
Volksschulen sowie den NMS der Region.

Darüber hinaus gibt es den Freigegenstand „Projekt Busters“, in dem die HTL Schüler/innen
hochinteressante Problemstellungen lösen. Auch der bereits existierende schulautonome Gegenstand
Engineering ist ein individuelles Vertiefungsgebiet für die Jugendlichen. Ein weiterer Beweis für die
bereits gelungene Umsetzung von Projekten sind die zahlreichen Wettbewerbe, die die Schüler/innen
gewonnen haben. Die „virtuelle“ Klasse ist somit eine konsequente Weiterentwicklung der vielen
Einzelprojekte und Initiativen an der HTL Mössingerstraße.

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Präsentation „ProjectBusters“

Im Gegenstand "ProjectBusters" haben die Schüler/innen beginnend mit dem 2. Jahrgang die
Gelegenheit, das im Theorieunterricht Gelernte an praktischen Beispielen (Projekten) umzusetzen.
Schüler/innen haben hier die Möglichkeit, die Ressourcen der Schule (3D-Drucker, Lasercutter,
Werkstätten, Bauteillager, ...) zu nutzen, um eigene oder vorgeschlagene Projekte in der Schule zu
realisieren. Im Vordergrund stehen das Interesse der Schüler/innen und das individuelle Lernen.

Präsentation „Industrie 4.0 – virtuelle Simulation real in der factoy“:

Schüler/innen lernen in diesem Bereich, reelle Wirklichkeit und praktische Arbeitsabläufe verstehen
und umzusetzen. In weiterer Folge programmieren die Schüler/innen individualisiert – je nach dem
jeweiligen Wissens- und Lernstand, komplexe Abläufe und Simulationsverfahren im Bereich der
Automatisierung 4.0 in der virtuellen Welt. Anschließend wird diese Simulation in der Praxis wiederum
reell durchgeführt. Durch die Simulation werden Fehler visualisiert und ausgebessert, Abläufe
optimiert und dadurch die Kosten minimiert.

In der factory werden alle Lernmaterialien und Lernmittel für den Unterricht selbst erfunden, geplant,
simuliert und produziert. Die Wertschöpfung bleibt somit an der Schule. Die Schüler/innen lernen
dabei die Wirklichkeit verstehen, Erlerntes vernetzen und lernen berufspraktische Abläufe kennen. Ein
weiterer berufspraktischer Aspekt ist auch das unternehmerische Denken und Handeln, das in der
Produktion in der factory einen wichtigen Stellenwert einnimmt.

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